Stressreaktionen und ihre Folgen

Wie Du schon weißt, ist die Stressreaktion eine durch die Evolution entstandene körperliche Bereitschaftsreaktion, die den Organismus in die Lage versetzen soll, entweder zu kämpfen oder zu fliehen. Dies bedeutet zunächst einmal, dass der Körper leistungsfähiger wird; und das ist ja eigentlich eine gute Sache. Anna konnte sich deshalb besser konzentrieren.

Erst wenn die Stressreaktion zum Dauerzustand wird, und die aufgestauten Energien nicht abgebaut werden, kommt es zu negativen Folgen. So wird Marco sich noch eine ganze Weile schlecht fühlen.

Wenn Du selbst erfahren möchtest, wie Vorstellungen und Bewertungen uns beeinflussen, solltest Du die Zitronenübung mal ausprobieren. Hier gelangst Du zur Anleitung "Zitronenübung"

Die Tabelle bietet eine Übersicht der körperlichen und psychischen Folgen von kurz- bzw. mittel- bis langfristiger Beanspruchung:

kurzfristig

mittel- bis langfristig

physisch

  • Freigabe von Energiereserven in die Blutbahn
  • erhöhte Atemfrequenz
  • Schweißausbruch
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Schwindel
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit und Schlaffheit
  • geschwächtes Immunsystem [Herpes, Erkältung]
  • Hautprobleme / Allergien

psychisch

  • bessere Konzentrationsfähigkeit
  • verminderte Feinmotorik
  • Aggressivität
  • Unausgeglichenheit
  • Gereiztheit
  • Hilflosigkeit
  • Depressivität
  • Unzufriedenheit

 

Und du?

Welche kurzfristigen oder langfristigen Symptome von Stress hast Du bei Dir schon einmal beobachtet? Wenn Du Dich zum Beispiel beim Sport auf einen 100-Meter-Lauf vorbereitest, machst Du Dir absichtlich kurzfristigen Stress, um leistungsfähiger zu sein. Wenn Du nach einer langen Woche total ausgepowert bist und ausgerechnet am Wochenende noch eine Erkältung ausbricht, hattest Du unter der Woche wohl zuviel Stress.

In unserer modernen Gesellschaft sind wir ständig Belastungen ausgesetzt, mit denen wir fertig werden müssen.

Was Du zur Stressbewältigung machen kannst, erfährst Du auf der nächsten Seite.