Wie entsteht Angst?

Die Entstehung von Angst folgt den gleichen Prinzipien wie die Entstehung von Stress. Am besten, Du schaust Dir die Erklärung zur Stressentstehung an. Dort werden die einzelnen Bewertungsschritte erläutert.

Zwischen dem Auslöser und der Angstreaktion steht Deine individuelle Bewertung. In Bezug auf Deine Prüfung könnten die etwa so aussehen:

Der Auslöser

..ist in dem Fall die herannahende Prüfung.

Deine Primärbewertung: "Stellt die Prüfung eine Bedrohung für Dich dar?"

Entweder: Wenn Du bei der Prüfung durchfällst, musst Du die Prüfung eventuell nochmal machen. Du könntest eine schlechte Note bekommen oder Deinen Abschluss nicht bekommen. Es ist also durchaus eine Situation, bei der einiges auf dem Spiel stehen kann (je nach Prüfung).

Oder: "Die Prüfung ist nicht wichtig und deshalb brauche ich mich nicht anstrengen." ? Du hast keine Prüfungsangst.

Deine Sekundärbewertung: "Hast Du Möglichkeiten, die Prüfung zu bestehen?"

Entweder: Du hast bereits andere Prüfungen bestanden. Außerdem hast Du Dich gut vorbereitet und kannst ungefähr einschätzen, was in der Prüfung drankommen wird. ? Du hast keine Prüfungsangst.

Oder: Du zweifelst daran, dass es Dir gelingen wird, die Prüfung so zu bestehen, wie es Deinen Ansprüchen entsprechen würde.

Deine Reaktion

Falls Du die Prüfung für bedeutsam und auch für bedrohlich hältst und Du Dir außerdem schlechte Chancen ausrechnest, hast Du Angst vor der Prüfung. Diese Angst besteht meist darin, dass Du immer mehr daran denkst, dass Du durch die Prüfung fallen könntest und wie schlimm das doch wäre.

Egal, zu welchem Zeitpunkt diese Gedanken auftreten, sie helfen Dir keinesfalls weiter und sind in den meisten Fällen wahrscheinlich sogar unberechtigt. Ziel eines Umgangs mit Prüfungsangst muss es also stets sein, die ungünstigen Gedanken auszuschalten, die Dich vom Lernen und vom Bestehen der Prüfung abhalten.

Wie Du das anstellen kannst, erfährst Du auf der nächsten Seite: weiterblättern