Die richtige Dosis Angst

Die Reaktionen, die die Angst auslöst, sind prinzipiell zunächst einmal so beschaffen, dass sie Deine Leistungsfähigkeit heraufsetzen. Wie bei der Stressreaktion werden Ressourcen freigesetzt, die es Dir ermöglichen, viel besser mit Deiner Aufgabe umzugehen. Du kannst Dich besser konzentrieren, Dein Körper schüttet Energie und Hormone in die Blutbahn, die Dich leistungsfähiger machen. Du bist wacher und aufmerksamer.

Du bist also in einer Zwickmühle: Mit Angst geht es nicht, ohne aber auch nicht. Du musst einen Mittelweg finden. In der Tat haben psychologische Untersuchungen gezeigt, dass ein mittleres Angstniveau zu den besten Leistungen führt.

Ein zu niedriges Angstniveau führt dazu, dass Du "wegpennst". Ein zu hohes führt dazu, dass Du zu erregt bist. Das merkst Du zum Beispiel, wenn Deine Aufmerksamkeit während einer Prüfungssituation so gesteigert ist, dass Dich alles ablenkt und Du sie nicht mehr auf die Aufgabe fokussieren kannst.

Grundsätzlich ist die Angst also keine schlechte Sache und nützt Dir ein Stück weit sogar. Voraussetzung dafür ist, dass Du es schaffst, die Angst im Zaum zu halten, damit sie aktivierend wirkt und Dich nicht lähmt.

Auf den kommenden Seiten erfährst Du, wie Angst entsteht und wie Du sie beeinflussen kannst.