Wasser aus Plastikflaschen – Ein Fluch für uns und unsere Umwelt

Leitungswasser kann, besonders durch die Nutzung von Aufbereitungsgeräten, eine echte Alternative zu Wasser aus dem Supermarkt sein. Und das bringt nicht nur ein Kostenersparnis mit sich, auch die Umwelt kann von dieser Alternative profitieren.

Denn nicht alle Plastikwasserflaschen, die man im Handel erwerben kann, können recycelt werden. Die meisten, vier von fünf, werden zerkleinert und weggeschmissen, da sie aus nicht recycelbarem Material bestehen. Dies ist eine immense Belastung für die Umwelt. In der letzten Zeit wurde immer mehr über die Umweltverschmutzung durch Plastik berichtet und diskutiert. Handlungsbedarf besteht jetzt! Und es fängt bei jedem von uns an.

Alternativen gibt es, indem man Leitungswasser durch Tischwasserfilter [Aktivkohlefilter oder Mikrofilter] ganz bequem zuhause aufbereiten kann und wiederbefüllbare Behälter nutzt. Auch Geräte, die Leitungswasser mit Sprudel versetzten sind auf dem Markt sehr beliebt.
Doch nicht nur die Entsorgung der Plastikwasserflaschen belastet die Umwelt, auch der Produktions- und Vertriebsweg von Wasser  stellt eine große Belastung dar. Den Weg, den eine Flasche Wasser zurücklegt, bis sie im Regal in unserem Supermarkt steht ist lang und vor allem erfordert er eine hohe Menge an Energie.
Flaschenwasser, das aus einer Entfernung von ungefähr 200 km zum Verbraucher transportiert wird, erzeugt einen Energieverbrauch von 0,12 Litern Erdöl pro Liter Wasser. Kommt das Wasser aus einer Entfernung von 1.000 km, so liegt dieses Äquivalent bei bis zu 0,32 Litern pro Liter Wasser.  Wasser aus dem Wasserhahn hingegen hat einen Energieverbrauch von 0,0003 Litern Erdöl pro Liter Trinkwasser.

Auswirkungen von PET-Flaschen auf den menschlichen Körper

Außerdem bergen Plastikflaschen noch eine andere Gefahr: Sie können auf Dauer gesundheitsschädlich sein. Denn Kunststoffe sind wie Schwämme, sie können Stoffe aufnehmen und auch wieder abgeben. In ihrer eigentlichen Form sind Kunststoffe hart, werden aber von der Industrie mit Chemikalien versetzt, um sie vielfältig verwenden zu können. Weichmacher sorgen für die Biegsamkeit und Hartmacher für Stabilität und Bruchfestigkeit. Und diese Stoffe sind in vielen Plastikflaschen beigefügt. Wenn sich also Plastikflaschen verhalten wie ein Schwamm, nehmen sie einige dieser Stoffe auf und geben sie an die Lebensmittel –die die Verpackung eigentlich schützen soll- ab. Der Mensch nimmt die Chemikalien über seine Nahrung auf. Über einen langen Zeitraum, kann dies zu einem biochemischen Ungleichgewicht im Körper führen, der auch den Hormonhaushalt ins Schwanken bringen kann. Folgen können dann in Form von Unfruchtbarkeit bis Allergien und im schlimmsten Fall sogar einer Krebserkrankung auftreten.
Aber nicht alle Plastikflaschen sind gleichermaßen schädlich. Es gibt viele Unternehmen, die zwar PET-Flaschen verwenden, aber bei der Herstellung auf Weichmacher verzichten und recycelbares Material wählen. Erkundigt euch doch mal über die Marke eures Wassers und geht auf Nummer sicher.

Alternative zu Leitungswasser – Regionale Produkte

Wer nicht auf Leitungswasser zurückgreifen möchte und Wasser aus dem Einzelhandel bevorzugt, der kann jedoch auf regionales Wasser aus dem Supermarkt setzten. In vielen Teilen Deutschlands gibt es nahgelegene Quellen, aus denen gutes Wasser gewonnen wird. Schaut und hört euch einfach mal in eurer Umgebung um und ihr werdet mit Sicherheit fündig. Und je nachdem, wie nah ihr der Quelle seid, könnt ihr euch eure Glasflaschen auch wieder befüllen lassen und verzichtet ganz auf Plastikflaschen.