Richtig mit Stress umgehen

Stress ist eine der Hauptursachen für ineffektives Lernen und Vergesslichkeit. Aber auch während einer Prüfung oder Klausur kann Stress einen großen Einfluss auf die geistige Leistungsfähigkeit nehmen. Vielleicht hast du in einer Prüfungssituation auch schon mal einen „Blackout“ erlebt. Das Gefühl, alles gelernt zu haben und gut vorbereitet zu sein, wird durch ein „schwarzes Loch“ ersetzt. Du kannst dich nicht mehr konzentrieren, liest die Aufgabe dreimal und weißt trotzdem nicht, wie du richtig vorgehen sollst.

 

Atme durch

Körper und Geist beeinflussen sich gegenseitig, das ist bekannt. Was passiert mit unserem Körper, wenn wir Stress empfinden? Die Atmung wird schneller und flacher, die Muskeln spannen sich an, und es wird schwierig sich zu konzentrieren. Aber wie kommt es dazu? Das hängt mit einem Überlebenstrieb des Menschen aus der Urzeit zusammen; droht Gefahr, läuft man weg oder kämpft. Sobald das Gehirn eine Stresssituation bemerkt, werden Botenstoffe und Stresshormone ausgeschüttet und führen die genannten Symptome herbei. Man kann also nichts dagegen tun? Falsch! Es gibt die Möglichkeit, sein Gehirn „auszutricksen“. Der Vorgang, der in die eine Richtung wirkt, kann umgekehrt werden. Empfindest du Stress, fange an, ruhig und tief zu atmen. Stelle dir vor, du hast einen großen Luftballon im Bauch, den du aufpusten möchtest. Dein Gehirn reagiert auf die entspannte Atmung und empfängt das Signal der Sicherheit. Nach und nach lässt die Anspannung nach und die Konzentrationsfähigkeit kommt zurück.

 „Stressimpfung“ vor der Prüfung

Eine gute Vorbereitung auf den tatsächlichen Prüfungstag ist alles! Besonders bei der Abschlussprüfung oder wichtigen Klausuren ist die Aufregung enorm hoch. Hilfreich ist es dann, sich auf den Ernstfall einzustellen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Man stelle sich den „Worst-Case-Prüfungstag“ vor. Was könnte theoretisch alles schief laufen? Verschlafen, den Kaffee verschütten, die Bahn verpassen und zu spät kommen und dann den Raum nicht mehr finden... Eine Horrorvorstellung!
Überlege dir selbst, wie dein persönlicher „Worst-Case-Prüfungstag“ aussehen würde. Entwerfe deinen persönlichen „Schlachtplan“ dagegen. Danach unterteilst du die Ereignisse in äußere Einflüsse, auf die du keinen direkten Einfluss hast und auf Situationen, die du selbst herbeiführst und beeinflusst. Infolgedessen kannst du nun feststellen und überlegen, wie du diesen Situationen, egal ob direkter oder indirekter Art, meistern kannst. Beispielsweise: Du hast Angst zu verschlafen? Stelle dir mehrere Wecker. Oder du hast Angst zu spät zu kommen? Plane Puffer ein, checke die Staumeldungen oder nehme die frühere Bahn.

Nimm dir die Zeit, dich zu entspannen

Ob beim Lernen, im Alltag oder in der Prüfung, Stress kann immer auftreten und einen reibungslosen Ablauf hemmen. Vorbeugen kann man Stress mit regelmäßiger Bewegung und Entspannungsübungen. Ein paar einfache Tricks helfen dir, Stress zu bewältigen und trotz der hohen Anforderungen im Job oder in einer Prüfung den Überblick zu behalten und locker zu bleiben.Powernap: ein kurzes Nickerchen von 20 Minuten hilft einerseits dem Gehirn das Erlernte zu verarbeiten, andererseits dem Körper Stresshormone abzubauen.

Die Top 5 der Stressbewältigung:

  • Bewegung: Strecken und Schütteln helfen Verspannungen zu lindern. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft hilft bei der Entspannung und die Extraportion Sauerstoff hält wach und steigert die Konzentration. Kleine Workouts zwischen den Lerneinheiten können auch sehr effektiv sein. Denn Sport baut nachweislich Stress durch die Ausschüttung der Glückshormone Serotonin und Endorphin ab.
  • Gesunde und ausgewogene Ernährung: Das Gehirn benötigt besonders in den Phasen der geistigen Hochleistung viel Energie. Wichtige Nährstoffen, die als „Treibstoff fürs Gehirn“ dienen, müssen über gesunde Mahlzeiten aufgenommen werden. Achtung: Widerstehe der Versuchung und greife nicht zu Fast Food oder Süßigkeiten. Die sorgen nämlich für einen rasanten An- aber ebenso schnellen Abfall deines Blutzuckerspieles. Diese „Achterbahnfahrt“ kann die Leistungsfähigkeit und Konzentration negativ beeinflussen.
  • Augenentspannung: Ein Blick in die Ferne oder bewusstes Blinzeln hilft, die Augen zu     entspannen und zu befeuchten. Akupressur, entsprungen aus der traditionellen     Chinesischen Medizin, kann eine Sofortlinderung zur Entspannung der Augen     herbeiführen. Dafür wird mit den Fingerspitzen gegen die Augenhöhlen gedrückt.     Etwas oberhalb der Lider ist der perfekte Druckpunkt. Die Übung sollte etwa zehn     Mal wiederholt werden.
  • Entspannende Musik: Natürlich kann jeder selbst entscheiden, welche Musik für entspannend empfunden wird, aber klassische Musik oder instrumentale Akustikversionen [ohne Gesang, der ablenkend wirkt] von Pop-Songs laufen „im Hintergrund“ mit und sorgen indirekt für eine angenehme Grundstimmung. Egal welche Musikrichtung, empfohlen wird Musik ohne Gesang, da sonst von dem Texten Ablenkung ausgehen kann. Auch Geräusche aus der Natur, wie Meeresrauschen oder Blätterrauschen können beim Entspannen helfen.

Dein Azubifit®-Team!