Handystrahlung – eine Gefahr für unsere Gesundheit?

Seit einigen Jahren werden die Kritiken an Handys lauter. Forscher sind sich zurzeit noch uneins, inwiefern sich dauerhafte und ständige Handynutzung auf den menschlichen Organismus auswirkt. Die Studien, die zurzeit aktuell sind, geben widersprüchliche Ergebnisse. Zum einen wird ein Zusammenhang von Strahlung und Erkrankungen psychischer und physischer Art gesehen, zum anderen muss berücksichtigt werden, dass es bei den Testpersonen andere Faktoren geben kann, die sich auf die Gesundheit auswirken können. Aber: eine Langzeitstudie ist aufgrund der kurzen Zeit, die der Mensch mit dem Mobiltelefon teilt, nicht möglich. Betrachtet man sich die Entwicklung der letzten Jahre, erkennt man, dass die Nutzung dieser elektronischen Geräte, besonders nach der Einführung von Smartphones, extrem zugenommen hat.

Aus diesem Grund schadet es nicht, auch wenn die Ergebnisse der Forschung noch nicht eindeutig sind, sich den möglichen Risiken von Handystrahlung bewusst zu werden.

Elektrosmog – unsichtbare Gefahr?

Von allen elektronischen Geräten [und der Umwelt selbst] geht eine elektromagnetische Strahlung aus, egal ob Handy, Funkmast oder WLAN-Router. Es summiert sich also die Strahlung, die auf unseren Organismus einwirkt. Diese elektromagnetischen Wellen können, einigen Studien nach zu Folge Beschwerden auf körperlicher und seelischer Basis hervorrufen. Zum einen vermuten Forscher einen Zusammenhang zwischen genetischen Veränderungen und Handystrahlung, die sich etwa in Erkrankungen wie Krebs, Störungen des zentralen Nervensystems oder des Immunsystems äußern können. Außerdem gehen Forscher davon aus, dass sich die Strahlung von Handys, sofern sie häufig in der Nähe der Körpermitte getragen werden die Spermien- und Eizellenqualität negativ beeinflussen können.

Wärmeabgabe von Handys – eine Belastung für unsere Gesundheit?

Bei einem 30-minütigen Gespräch erhöht sich die Körpertemperatur um 0,5 Grad Celsius. Das liegt daran, dass die Wärmeabgabe über die Ohren nicht erfolgen kann, da das Mobiltelefon die Wärme am Ohr „staut“. Bei längeren Gesprächen sollte nach Möglichkeit ein Headset oder der Lautsprechermodus genutzt werden. Oder noch besser; man trifft sich persönlich.

Oxidativer Stress

Oxidativer Stress ist eine chemische Reaktion im Körper, die durch Umwelteinflüsse ausgelöst wird. Es werden freie Radikale [reaktive Sauerstoffverbindungen] gebildet, die aufgrund ihres ungepaarten Elektrons besonders reaktionsfreudig sind. Diese sind in der Lage, Körperzellen anzugreifen und das darin liegende Erbgut zu schädigen. Ausgelöst wird oxidativer Stress etwa durch Schadstoffbelastung, falsche Ernährungsweisen, Alkohol und Rauchen. Aber auch Entzündungsreaktionen und die Immunabwehr können für einen Anstieg freier Radikale sorgen. Folgen können Schlaf- und Konzentrationsstörungen, chronische Erschöpfung, Herz-Kreislauf- oder neurologische Erkrankungen sein. Um ein gesundes Gleichgewicht im Körper zu halten, setzt der Körper Antioxidantien ein, die die freien Radikale „einfangen“ und binden. Hat der Mensch oxidativen Stress, bildet der Körper nicht ausreichend Antioxidantien, sodass die freien Radikale die Oberhand gewinnen.
Wie kann man das vermeiden? Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, Stressreduktion im Alltag sowie den Konsum von schädlichen Substanzen einzuschränken, hilft dabei, oxidativen Stress zu vermeiden.
Einige Forscher sind der Annahme, dass die Handy- und Mobilfunkstrahlung zu eben diesen Umwelteinflüssen gehört, die diese Form von Stress auslösen.

Also: Im Sinne deines Körpers auch gut und gerne mal ein paar Stunden am Tag „offline“ sein!